Rewe, Netto, Edeka: The situation could get worse at Christmas time

Rewe, Netto, Edeka: The situation could get worse at Christmas time

Im Einzelhandel nimmt der Tarifstreit seit Wochen kein Ende – je nach Bundesland zieht er sich bereits seit dem Frühjahr oder Sommer: Die Beschäftigten fordern mehr, die Arbeitgeber finden das zu viel. Die Fronten wirken aktuell verhärtet, das wiederum führt dazu, dass die Supermarktregale sich vielerorts leeren. 

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Vor allem im Westen Deutschlands und in Bayern gibt es die größten Streiks in Zentrallagern und Logistikstandorten. Das dürfte auch in näherer Zukunft dazu führen, dass Obst, Gemüse, Wurstwaren, Tiefkühlprodukte oder Toilettenpapier fehlt. Besonders die Regale in kleinen und mittelgroßen Supermärkten sind Medienberichten zufolge betroffen.

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Engpässe im Supermarkt: „Die Lage ist katastrophal“

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Wie das „Handelsblatt“ berichtet, befinden sich vereinzelt kleinere Filialen bereits in existenzieller Not. Genannt wird ein Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern, die Betreiberin eines Nahkauf-Marktes (gehört zur Rewe Group) erklärt, dass seit Monaten Lieferungen ausgeblieben seien – eben wegen jener Streiks in Lagerhäusern. Es fehle Milch, Käse, Wurst, Obst, Tiefkühlware.

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Die Unternehmerin mache deshalb ein Fünftel weniger Umsatz als vor einem Jahr, müsse gleichzeitig steigende Kosten verkraften. Kleinere Läden hätten zudem das Problem, dass sie nichts zwischenlagern können und eben auf regelmäßige Lieferungen angewiesen seien. „Die Lage ist katastrophal“, wird die Chefin zitiert.

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Auch andere Supermärkte haben wegen der Streiks zu kämpfen, besonders Edeka, Rewe – auch die Discounter-Töchter Netto und Penny sowie Kaufland seien betroffen.

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Ähnlich wie zu Corona-Tagen gibt es wieder Lücken in vielen Regalen der Republik. „Liebe Kundin, lieber Kunde, derzeit bestreikt Verdi den Lebensmitteleinzelhandel in NRW. Aufgrund dessen kann es aktuell leider zu Fehlartikeln im Sortiment kommen“, heißt es dann etwa auf einem Rewe-Hinweis an einem Süßwaren-Regal in einer NRW-Filiale. 

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Rewe, Edeka, Kaufland: Problem könnte sich zur Weihnachtszeit verschärfen

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Und nicht nur das: Ausgerechnet zur Weihnachtszeit könnte sich das Problem noch verschärfen. Laut Gewerkschaftskreisen gebe es Überlegungen, die Streiks zu intensivieren, der Druck könnte steigen. Immerhin: „Die Lebensmittelversorgung ist trotz der Streiks gesichert, die Unternehmen sind gut vorbereitet“, versicherte Steven Haarke, Tarifgeschäftsführer beim Handelsverband Deutschland (HDE) gegenüber der Branchenzeitung.

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Rewe, Edeka & Co.: Kundschaft muss weiter mit leeren Regalen rechnen

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Mit einer Einigung vor Weihnachten aber rechnen Unternehmer- und Mitarbeitervertreter dem Bericht nach nicht, beide werfen sich Blockadehaltung vor. Zuletzt sind die Verhandlungen gar eskaliert: Der HDE hat die Gespräche auf Länderebene nach rund 60 Verhandlungsterminen gestoppt, forderte ein Spitzentreffen mit Verdi auf Bundesebene. Die Gewerkschaft wiederum reagierte empört, Streiks im Weihnachtsgeschäft seien nun „nahezu unausweichlich“.

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Verdi fordert 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde bei einem einjährigen Tarifvertrag. Den Unternehmen ist das zu viel.

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Und die Supermärkte? Der Streik trifft nicht alle Filialen gleich, einige aber sind deutlich betroffen. Dem „Handelsblatt“ erklärten die Unternehmen, dass die Engpässe nur regional und vorübergehend seien, und zu vereinzelten und temporären Produktausfällen führen würden. Edeka unternehme „größte Anstrengungen, um die Folgen der Streiks abzumildern und Kunden weiterhin ihr gewohntes Einkaufserlebnis zu ermöglichen“. 

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